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Das wars von unserer Seite. Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir wünschen Ihnen weiterhin eine spannende WM und ereignisreiche Finalspiele. Bis bald!
Für Argentinien ist die Titelverteidigung nach wie vor möglich. Die Südamerikaner treffen im Halbfinale auf England.
Das Schweizer WM-Märchen endet im Viertelfinal – mit einer 1:3-Niederlage nach Verlängerung scheitert die Nati an Titelverteidiger Argentinien. Eine Gelb-Rote Karte gegen Embolo wegen einer Schwalbe nach rund 70 Minuten wiegt dabei zu schwer. Sie nimmt der Schweiz das Momentum nur wenige Minuten nach dem Ausgleich von Ndoye, mit dem sich die Nati für ihre stärkste Phase in diesem Spiel belohnt hat.
Dennoch zeigt sich die Schweiz im Anschluss von der kämpferischen Seite: Der Abwehrblock hält lange dicht. Auch dank Goalie Kobel rettet sich die Schweiz in die Verlängerung. Dort bricht ein Traumtor der Schweiz das Genick: Alvarez trifft nach 112 Minuten mit einem perfekten Schlenzer in die obere rechte Ecke. Zu einer Reaktion ist die Schweiz in Unterzahl nicht mehr fähig – Martinez macht mit seinem 3:1 in der Nachspielzeit den Deckel drauf.
Trotz Aus im Viertelfinal: Die Schweiz kann auf eine erfolgreiche WM zurückschauen. Sie bricht den Achtelfinal-Fluch und erreicht erstmals seit 72 Jahren die Runde der letzten acht an einer WM. Dort muss sie sich dem Titelverteidiger erst nach grossem Kampf beugen.
Am kommenden Mittwoch (21 Uhr) wartet nun also England auf Argentinien. Auch dort soll der Traum von der ersten Titelverteidigung bei einer WM seit 1962 weitergeträumt werden. Die Schweiz muss hingegen den bitteren Heimweg antreten.
Die Schweiz kann die Rückreise erhobenen Hauptes antreten. Das Team von Murat Yakin hat gezeigt, dass sie zurecht im Viertelfinale steht. In diesem Viertelfinale hat sie den amtierenden Weltmeister alles abverlangt – und das, obwohl sie über weite Strecken zu zehnt agieren musste. Die Enttäuschung ist gross. Mit ein wenig Abstand kann die Nati aber mit Stolz auf diese sehr gute Weltmeisterschaft zurückblicken.
In der Verlängerung lieferte die Schweiz eine heroische Abwehrschlacht und verteidigte das eigene Tor mit enormer Leidenschaft. Der Dauerdruck der Argentinier war immens, doch Gregor Kobel hielt sein Team im Spiel. Das Penaltyschiessen rückte in greifbare Nähe, bis Alvarez in der 112. Minute mit einem Traumtor in den Winkel das 2:1 erzielte. Als die Nati am Ende alles nach vorne warf, machte Martinez im Konter das 3:1. Ein wirklich extrem bitteres Aus nach einem grossen Kampf!
Nach dem 1:3 ist die Luft endgültig draussen – beide Teams scheinen nur noch auf den Schlusspfiff zu warten. Dieser kommt von Pinheiro dann pünktlich nach 124 Minuten. Das Schweizer WM-Abenteuer endet somit auf bittere Art und Weise.
Argentinien lässt die Kugel durch die eigenen Reihen laufen und wartet auf den Abpfiff.
Dann ist Schluss! Argentinien schlägt lange in Unterzahl kämpfende Schweizer am Ende mit 3:1 in der Verlängerung. Bis zum Platzverweis war die Schweiz lange auf Augenhöhe mit zu passiven Südamerikanern, die danach aber Blut geleckt hatten. Wie vor 12 Jahren ist für die Schweiz gegen Argentinien also nach der Verlängerung Schluss.
Das Spiel ist aus. Es ist ein bitteres Ende für eine beherzt aufspielende Schweizer Nati. Das Team kam mutig aus der Kabine und belohnte sich in der 69. Minute mit dem verdienten 1:1-Ausgleich durch Dan Ndoye. Doch die Freude währte nur kurz: Ein äusserst umstrittener VAR-Entscheid führte in der 72. Minute zur tragischen Gelb-Roten Karte gegen Embolo wegen einer Schwalbe. Mit einem Mann weniger und vereinten Kräften rettete sich die Schweiz schliesslich in die Verlängerung.
Das darf doch nicht wahr sein! Über 124 Minuten lang – die Hälfte davon in Unterzahl – liefert sich die Nati mit Argentinien ein Duell auf Augenhöhe. Doch weil Alvarez den Weltmeister kurz vor Ablauf der Verlängerung mit einem Weltklasse-Tor zum 2:1 schiesst, platzt der Traum vom ersten Schweizer WM-Halbfinal der Geschichte. Vor zwölf Jahren traf Di Maria in der 117. Minute zum argentinischen Sieg. Dieses Mal sind 112 Minuten gespielt. G-Autsch-o, das schmerzt unglaublich!
Und das, obwohl die grosse Messi-Show in Kansas City ausbleibt. Vom achtfachen Weltfussballer ist bis auf zwei gefährliche Aktionen nichts zu sehen. Wie auch über weite Strecken von seinen Teamkollegen. Ein einziger Schuss auf das Tor von Gregor Kobel reicht Argentinien, um nach den ersten 45 Minuten in Führung zu liegen. Mac Allister trifft in der Startphase nach einem Eckball. Viel mehr kommt von der Albiceleste nicht. Aber es reicht gegen eine biedere Schweizer Mannschaft, die zwar mehr Ballbesitz hat, damit aber nie wirklich etwas anzufangen weiss. Zu unkreativ, zu ungenau, zu ungefährlich.
Die zweite Hälfte im Arrowhead hat deutlich mehr Action zu bieten. Weil die Schweiz plötzlich mit breiter Brust auftritt. Ndoye vergibt die erste dicke Chance, als er alleine vor Martinez zu lange zögert. Der Treffer hätte aufgrund einer knappen Offside-Position von Passgeber Embolo aber wohl ohnehin nicht gezählt. Die Nati ist jetzt die bessere Mannschaft. Flanke Rodriguez, Kopfball Ndoye – Martinez ist zur Stelle. Der Weltmeister wankt! Und die Nati schlägt eiskalt zu: Ein sensationeller Doppelpass zwischen Ndoye und Rodriguez, den der Nati-Flügel mit einem Schlenzer ins lange Eck vollendet, bringt den Ausgleich – alles wieder offen im WM-Viertelfinal.
Doch der Mega-Dämpfer folgt nur ein paar Minuten später. Nach einem VAR-Eingriff fliegt Embolo mit Gelb-Rot vom Platz (siehe «Das gab zu reden» weiter unten). Die fast 70’000 argentinischen Fans im Stadion nehmen es erfreut zur Kenntnis. Bis allerdings auch ihre Mannschaft begreift, dass sie nun mit einem Mann mehr auf dem Platz steht, dauert es – bis Messi plötzlich alleine im Strafraum auftaucht und mit seinem Lupfer am überragenden Kobel hängenbleibt. Wieder ertönt ein Offside-Pfiff, dieser Treffer hätte aber vermutlich gezählt.
Yakin reagiert in der Schlussphase noch einmal und stellt das System um. Sow, Rieder und Ndoye müssen raus, Muheim, Widmer und Amdouni kommen rein. Doch jetzt drückt Argentinien. Diesmal setzt Mac Allister seinen Kopfball haarscharf neben das Tor. Die Nati im Glück, denn wenig später fehlen auch bei Messis Abschluss von der Strafraumkante nur Zentimeter.
Neun Minuten Nachspielzeit hat Schiedsrichter Pinheiro zuvor angezeigt. In der letzten davon platzen die Schweizer Halbfinal-Träume bereits um ein Haar. Martinez setzt zum Seitfallzieher an, Kobel hält aber überragend. Es ist überhaupt erst der zweite Schuss aufs Schweizer Tor, der Eingang in die Statistik findet. Durchschnaufen!
Die Verlängerung wird zur tapferen Abwehrschlacht, die lange gut geht. Bis Alvarez aus 20 Metern abzieht … In Unterzahl werfen die Schweizer noch einmal alles nach vorne, was Joker Martinez in der Nachspielzeit mit dem dritten Gegentreffer bestraft.
10. Minute, Alexis Mac Allister, 1:0. Lionel Messi schlägt einen Eckball in die Mitte. Am kurzen Pfosten springt Djibril Sow nicht hoch genug. Alexis Mac Allister hat dahinter keine Probleme, den Ball per Kopf in der langen Ecke des Tores unterzubringen.
67. Minute, Dan Ndoye, 1:1. Nati-Captain Granit Xhaka leitet einen Schweizer Angriff ein. Dan Ndoye spielt mit Ricardo Rodriguez einen Doppelpass und taucht dann ganz alleine vor Goalie Emiliano Martinez auf. Der Schweizer Flügel erwischt den argentinischen Keeper zwischen den Beinen.
112. Minute, Julian Alvarez, 2:1. Man muss es neidlos anerkennen: Das 2:1 in der Verlängerung von Julian Alvarez ist ein Traumtor. Der Atlético-Stürmer erhält an der Strafraumkante den Ball und zirkelt den Ball unhaltbar für Gregor Kobel in die Maschen.
121. Minute, Lautaro Martinez, 3:1. Die Schweiz wirft alles nach vorne, doch verliert den Ball. Die Argentinier kontern zu dritt. Kobel kann den ersten Versuch noch abwehren, ist beim Nachschuss von Lautaro Martinez aber machtlos.
Nico Elvedi ist wie bereits gegen Kolumbien der beste Schweizer auf dem Feld. Hat mit Abstand am meisten defensive Aktionen aller Verteidiger. Ist immer präsent, stark im Zweikampf und legt sich in jeden Schuss. Fehlerlos. Kann aber das Traumtor von Alvarez, das die Entscheidung bringt, auch nicht verhindern.
Breel Embolo. Der Stürmer erweist seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er in der 72. Minute nach einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, so dass die Nati fortan in Unterzahl agieren muss – und dafür die Quittung in der Verlängerung erhält. Bereits die erste Verwarnung Embolos war unnötig. Auch sonst gelingt ihm nicht viel. Als er in der 31. Minute alleine vor Emiliano Martinez auftaucht, trifft er den Ball nicht, um ihn am argentinischen Torhüter vorbeizuspitzeln.
In der 70. Minute muss Breel Embolo mit Gelb-Rot vom Platz, weil der VAR eingreift und Schiedsrichter Pinheiro seinen Entscheid korrigiert. Anstatt der Gelben Karte für den Argentinier Paredes gibt es für Embolo die zweite Verwarnung wegen einer Schwalbe. Bereits in der Partie USA gegen Paraguay war diese Regel zum Zug gekommen, hatte aber laut der BBC für kontroverse Meinungen gesorgt, ob diese Regel korrekt angewendet wird. Bitter für die Nati: Wenn der nicht sonderlich kartenfreudige Schiedsrichter Pinheiro Paredes nicht verwarnt hätte, dann hätte der VAR ganz sicher nicht eingreifen dürfen, sprich Embolo wäre auf dem Platz geblieben.
Die Nati hat zwar den achtfachen WM-Torschützen Lionel Messi über weite Strecken im Griff und sorgt dafür, dass dessen Serie reisst. Der achtfache Weltfussballer des Jahres hatte zuvor in neun aufeinanderfolgenden WM-Spielen getroffen – Rekord. Am Ende hilft aber alles nichts. Der Traum der Nati vom WM-Halbfinal platzt, weil Argentinien eben nicht nur Messi hat.
Joao Pinheiro leitet schon die zweite Partie der Nati, nachdem er bereits das Spiel zwischen der Nati und Bosnien-Herzegowina (4:1) gepfiffen hat. Doch diesmal bringt der Portugiese der Nati kein Glück. Liegt nicht bei jedem Entscheid richtig, sondern lässt auch die eine oder andere Gelbe Karte stecken. Zeigt sie aber dann, wenn sie die Nati am meisten schmerzt – und zwar bei der Gelb-Roten Karte gegen Embolo.
Das Arrowhead-Stadion ist zwar mit knapp 70’000 fest in argentinischer Hand, doch lange ist die Stimmung relativ mau. Erst nach der Pause nimmt die Partie Fahrt auf, dann werden auch die Gesänge der Argentinier im weiten Rund lauter – bis Ndoye mit dem Ausgleich vorübergehend für Ruhe sorgt. Als dann Alvarez traumhaft in den Winkel trifft, explodiert der Kessel.
Am kommenden Mittwoch steht der Halbfinal für Argentinien an. Um 21 Uhr geht es in Atlanta gegen England um den Finaleinzug. Für die Schweiz bleibt nichts anderes als der Gang nach Hause übrig.



