«Muss schauen, dass man mental nicht ausbrennt»
1:44
Schärer vor WM-Premiere:«Muss schauen, dass man mental nicht ausbrennt»

Zum ersten Mal seit 2010
Die Schweiz stellt wieder Schiedsrichter an der WM-Endrunde

Mit Sandro Schärer ist die Schweiz zum ersten Mal seit 2010 auch wieder bei den Schiedsrichtern an einer WM-Endrunde vertreten. Zuvor stellte die Schweiz stets Schiedsrichter – und sorgte damit auch für viele Kontroversen.
Kommentieren
1/5
Mit Sandro Schärer stellt die Schweiz zum ersten Mal seit 2010 wieder einen WM-Schiedsrichter.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sandro Schärer (38) leitet WM-Spiele 2026 in Kanada, Mexiko, USA
  • Erstmals seit 2010 wieder Schweizer Schiedsrichter bei einer WM-Endrunde
  • Schweiz stellte seit 1950 immer wieder Schiedsrichter, auch bei Finalspielen
Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktor Sport

Sandro Schärer (38) lebt derzeit den Traum eines jeden Schiedsrichters. Der derzeit beste Schweizer Spielleiter hat ein Aufgebot für die WM in Kanada, Mexiko und den USA erhalten. Mit ihm sind auch Fedayi San (43) als VAR und Stéphane de Almeida (38) als Reserve-Linienrichter vor Ort dabei. Damit stellt die Schweiz zum ersten Mal seit 2010 wieder Unparteiische an einer WM-Endrunde.

Als letztem Schweizer wurde diese Ehre Massimo Busacca zuteil. Der mittlerweile 57-Jährige wurde zwischen 2005 bis 2010 sechsmal in Folge als Schweizer Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. 2010 stand er beim Gruppenspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Uruguay auf dem Feld. An der WM in Deutschland 2006 durfte er nebst zwei Gruppenspielen auch den Achtelfinal zwischen Argentinien und Mexiko leiten. Seit seinem Rücktritt 2011 ist er operativer Direktor der Fifa-Schiedsrichterabteilung.

Wembley-Tor und Bestechungsvorwürfe

Doch auch in der Vergangenheit stellte die Schweiz immer wieder Schiedsrichter. Zwischen 1950 und 2010 wurde immer mindestens ein Schweizer mit der Spielleitung beauftragt. Für den legendärsten Moment dürfte Gottfried «Godi» Dienst (†78) gesorgt haben. Der Pöstler pfiff den WM-Final 1966 zwischen England und Deutschland und hiess den vermeintlichen Treffer zum 3:2 der Engländer gut. Die Briten sicherten sich dank des «Wembley-Tors» den bisher einzigen WM-Titel.

Ebenfalls in die Geschichtsbücher ging Kurt Röthlisberger (75) ein – allerdings aus anderen Gründen. 1990 und 1994 leitete der Bezirksschullehrer insgesamt fünf Partien. Seine Schiedsrichterkarriere nahm aber ein abruptes und unrühmliches Ende. So wurde Röthlisberger vom europäischen Fussballverband Uefa des Bestechungsversuchs für schuldig befunden und daraufhin lebenslang gesperrt.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen