«Als Belgien würde ich gar nicht antreten!»
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Sforza über Skandal-Entscheid:«Als Belgien würde ich gar nicht antreten!»

Zum Fall Trump/Infantino
Verrat am Fussball

Nach einem Anruf von Donald Trump hebt die Fifa eine Sperre gegen US-Stürmer Balogun auf. Gianni Infantino bringt damit auch die gegen sich auf, die sich sonst nicht dafür interessieren, was bei der Fifa läuft, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Donald Trump sagt, dass er wegen Folarin Balogun mit Fifa-Präsident Gianni Infantino Kontakt hatte.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifa-Präsident Infantino erneut in Kritik wegen aufgehobener Sperre für Balogun
  • US-Präsident Trump soll Einfluss auf Fifa-Entscheidung genommen haben
  • Fifa-Skandale unter Infantino: WM 2034 und geheime Treffen mit Lauber
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Emanuel GisiSportchef

Gianni Infantino ist ein viel kritisierter Mann. Aber er hat eine für seine Position sehr hilfreiche Eigenschaft: An ihm perlen all die Vorwürfe einfach ab, die in seinen Jahren als Fifa-Präsident gegen ihn erhoben worden sind. Eine Auswahl: 

  • Die Vergabe der WM 2034 nach Saudi-Arabien, inklusive Buebetrickli mit einer Drei-Kontinente-Mega-WM 2030 in Südamerika, Europa und Afrika.
  • Das Kaltstellen des Fifa-Ethikgremiums kurz nach Beginn seiner Amtszeit.
  • Der Friedenspreis für US-Präsident Donald Trump, der ein offensichtlicher Freundschaftsdienst war.
  • Die Nähe zu Despoten wie Wladimir Putin.
  • Angebliche Geheimtreffen mit dem damaligen Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber, während Ermittlungen gegen ihn liefen.

Das alles müsste schwerer wiegen als das Aussetzen einer Sperre für eine Rote Karte, wie es die Fifa nun im Fall von US-Stürmer Folarin Balogun getan hat. Und doch hat der Fall Balogun mehr Sprengkraft als alles, was sich Infantino und seine Organisation bisher geleistet haben. 

Diesmal wird der Fussball im Mark getroffen. Die Disziplinarkommission hebt eine Sperre auf, kurz nachdem US-Präsident Trump bei seinem Freund Gianni durchgeklingelt hat. 

Was machen die mit unserem Fussball?

Der Fussball lebt von Regeln, die für alle gelten. Mit diesem simplen Eingriff in die Integrität des Spiels entlarvt sich Infantino komplett. Er versteht das wahrscheinlich nicht. Aber alles bisher war Politik. Das hier ist Fussball. Für uns, die das Spiel lieben, eine ernste Sache. Den Fussball verrät man nicht. 

Dennoch hat die Fifa es gewagt. Und alle haben es gesehen.

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