Ski-Star bringt kein Glück
Wawrinka sagt Gstaad Adieu – und erhält spezielles Geschenk

Stan Wawrinka muss in Gstaad in der ersten Runde die Segel streichen. Vor 23 Jahren schlug er im Berner Oberland erstmals auf der ATP-Tour auf. Jetzt wird er von zahlreichen Weggefährten gebührend verabschiedet.
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Stan Wawrinka scheidet beim ATP-Turnier in Gstaad aus.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus
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Cédric HeebRedaktor Sport

«Chum bring en hei» spielt der DJ am ATP-Turnier in Gstaad, als sich Stan Wawrinka (41, ATP 117) gegen Jaime Faria (22, ATP 92) den ersten Satz dramatisch im Tiebreak sichert. Drei Satzbälle wehrt der Lausanner ab und holt sich den Durchgang in extremis.

Doch heimgebracht hat der dreifache Grand-Slam-Champion den Sieg dann leider doch nicht. Er verliert 7:6 (10:8), 4.6, 4:6. Es war der letzte Auftritt in Gstaad, wo er 2003 sein allererstes Spiel auf der ATP-Tour hat. Nach dem Spiel entschuldigt sich Faria bei ihm fast schon, dass er seine Geschichte im Berner Oberland beendet hat. Dann wird Wawrinka geehrt – und das gebührend.

Er bekommt Ski im Muster seiner legendären French-Open-Hosen. Seine ehemaligen Davis-Cup-Kollegen Michael Lammer und Marco Chiudinelli (beide 44) richten warme Worte an ihn, genauso Captain Severin Lüthi (50): «Ich habe viele tolle Erinnerungen mit dir. Zum Beispiel, dass wir beim Jassen immer gewonnen haben. Danke für alles, was du für unser Team gemacht hast – nicht nur auf dem Platz.»

Meillard bringt Wawrinka kein Glück

In einem Video werden viele Momente seiner Karriere aufgezeigt. Am Schluss lautet die Botschaft: «Gstaad wird dich nie vergessen.» Ausserdem kommen zahlreiche Sportgrössen zu Wort: Stefanos Tsitsipas (27), Casper Ruud (27), Nati-Spieler Christian Fassnacht (32) oder die beiden Ski-Superstars Marco Odermatt (28) und Loïc Meillard (29). Letzterer ist sogar in Gstaad zu Gast und führte vor der Partie den Münzwurf aus – Glück gebracht hat er Wawrinka aber leider nicht.

Kym bezwingt Dietrich in einem Thriller

Es ist ein regelrechter Thriller, den Jérôme Kym (23, ATP 186) und Dylan Dietrich (21, ATP 618) in Gstaad in ihrer Erstrundenpartie zeigen. Das bessere Ende nach exakt zweieinhalb Stunden hat dabei der ATP-Tour-erfahrene Kym mit 7:6, 2:6, 7:6 für sich.

Nachdem der Fricktaler das erste Tiebreak eher klar mit 7:2 für sich entscheidet, trumpft Dietrich, der den grössten Teil des Jahres in den USA verbringt und dort College-Tennis spielt, plötzlich stark auf. Gleich zweimal in Folge zum 4:2 und 6:2 nimmt er seinem Landsmann den Aufschlag ab. Im Entscheidungssatz gibts kein einziges Break, weshalb erneut das Tiebreak entscheiden muss. Dort setzt sich Kym dann mit 7:5 durch.

«Für mich ist es eine grosse Erleichterung, dass ich weiter bin», sagt der 23-Jährige beim Siegerinterview. Dann zollt aber auch er seinem Gegner, der in der Quali die Weltnummer 61 Thiago Monteiro (31) eliminiert hat, jede Menge Respekt: «Er macht einen grossartigen Job in den USA. Er hat sehr stark serviert, das habe ich noch nie gesehen.»

In der 2. Runde trifft Kym auf den ehemaligen Weltranglisten-Dritten Stefanos Tsitsipas (27, ATP 85), der den an Nummer 5 gesetzten Ignacio Buse (22, ATP 33) in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4 besiegt.

Es ist ein regelrechter Thriller, den Jérôme Kym (23, ATP 186) und Dylan Dietrich (21, ATP 618) in Gstaad in ihrer Erstrundenpartie zeigen. Das bessere Ende nach exakt zweieinhalb Stunden hat dabei der ATP-Tour-erfahrene Kym mit 7:6, 2:6, 7:6 für sich.

Nachdem der Fricktaler das erste Tiebreak eher klar mit 7:2 für sich entscheidet, trumpft Dietrich, der den grössten Teil des Jahres in den USA verbringt und dort College-Tennis spielt, plötzlich stark auf. Gleich zweimal in Folge zum 4:2 und 6:2 nimmt er seinem Landsmann den Aufschlag ab. Im Entscheidungssatz gibts kein einziges Break, weshalb erneut das Tiebreak entscheiden muss. Dort setzt sich Kym dann mit 7:5 durch.

«Für mich ist es eine grosse Erleichterung, dass ich weiter bin», sagt der 23-Jährige beim Siegerinterview. Dann zollt aber auch er seinem Gegner, der in der Quali die Weltnummer 61 Thiago Monteiro (31) eliminiert hat, jede Menge Respekt: «Er macht einen grossartigen Job in den USA. Er hat sehr stark serviert, das habe ich noch nie gesehen.»

In der 2. Runde trifft Kym auf den ehemaligen Weltranglisten-Dritten Stefanos Tsitsipas (27, ATP 85), der den an Nummer 5 gesetzten Ignacio Buse (22, ATP 33) in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4 besiegt.

Dann greift Wawrinka, dem die Zeremonie sichtlich nahe geht, zum Mikrofon und bedankt sich bei allen: «Ich bin viele Jahre hier gewesen und es war jedes Mal ein aussergewöhnliches Erlebnis.» Auch seinen Davis-Cup-Weggefährten dankt er fürs Kommen: «Wir haben so viel zusammen erlebt. Wir haben den Davis-Cup-Titel geholt, das war das Grösste.» Sein letzter Dank gilt den Fans: «Ich habe hier so viele tolle Emotionen erlebt. Diese Unterstützung mit 41 Jahren zu spüren, ist fantastisch.»

Wawrinkas letzter Auftritt in der Schweiz war es noch nicht. Der Romand wird seine Karriere an den Swiss Indoors in Basel beenden, die am 24. Oktober beginnen.

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