Dass eine Wachablösung im Tennis stattgefunden hat, ist längst klar. Doch auf dem Centre Court im Wimbledon-Halbfinal zwischen Novak Djokovic (39/ATP 8) und Jannik Sinner (24/ATP 1) wird das noch einmal verdeutlicht. Es ist beinahe ein Klassenunterschied. Sinner ist mehr als nur eine Spur schneller als sein serbischer Kontrahent. Am Schluss setzt sich der Italiener in drei Sätzen mit 6:4, 6:4, 6:4 durch.
Sinner zeigt dabei seine ganze Klasse. Der Südtiroler legt bei fast jeder Statistik vor. Er schlägt deutlich mehr Asse (16:8), gewinnt mehr Punkte und macht deutlich weniger Fehler als Djokovic. Gerade einmal 2 Stunden und 20 Minuten dauert das Duell zwischen der Weltnummer 1 und der Weltnummer 8.
Stellt sich nun die Frage: Wie geht es weiter? Bereits vor dem Turnier wurde spekuliert, ob es Djokovics Dernière auf dem heiligen Rasen sein wird. Bereits nach seinem Aus in Paris liess er eine Rückkehr nach Roland Garros offen. Immerhin hat der Altmeister noch einmal bewiesen, dass es für einen Halbfinal an einem Grand-Slam-Turnier reicht.
Sinner steht derweil im Final des Traditionsturniers. In diesem trifft er auf Alexander Zverev. Der Deutsche hat in seinem Halbfinal den Überraschungsmann Arthur Fery ebenfalls in drei Sätzen geschlagen. Der Final findet am Sonntag statt – Sinner hat dort die Chance auf die Titelverteidigung.
