Darum gehts
- Stadler liefert 45 Hybridlokomotiven an VIA Rail Canada, erster Kanada-Auftrag
- Lokomotiven trotzen –50 Grad, kombinieren Batterie- und Dieselantrieb, 160 km/h
- 1000 Mitarbeitende in neuer US-Fabrik, 20 Jahre technischer Support vereinbart
Stadler hat sich einen neuen Auftrag geangelt: Der Thurgauer Zugbauer von Patron Peter Spuhler (67) hat mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft Kanadas einen Vertrag über die Lieferung von 45 Hybridlokomotiven unterschrieben. Es handelt sich um Stadlers ersten Lokomotiv-Auftrag in Kanada, wie das Unternehmen mit Sitz in Bussnang TG am Donnerstag bekannt gibt. Der Deal umfasst zudem eine 20-jährige Vereinbarung über technische Unterstützung und Ersatzteilversorgung. Die Auftragssumme gibt Stadler nicht bekannt.
Der Zugbauer schreibt in der Mitteilung von einem «bedeutenden Meilenstein», um die Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt zu stärken. Erst Anfang Monat weihte Stadler die neue Fabrikhalle beim US-Standort in Salt Lake City ein. Rund 1000 Mitarbeitende sollen künftig dort arbeiten.
Lokomotiven werden in Valencia gefertigt
Entwickelt und hergestellt werden die 45 Lokomotiven für VIA Rail Canada aber im spanischen Stadler-Werk in Valencia. Die Endmontage sowie abschliessende Tests erfolgen dann vor Ort in Kanada. Die neuen Lokomotiven müssen den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen Kanadas trotzen – einschliesslich Temperaturen von bis zu –50 Grad Celsius.
Die Lokomotiven werden mit einem Hybridantrieb ausgestattet – einer Kombination aus Batterie- und Dieselantrieb. Sie sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. «Ihr Design basiert auf bewährten Stadler-Technologien, die seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in Ländern wie Schweden und Norwegen im Einsatz stehen und dort ihre Zuverlässigkeit unter extremen Winterbedingungen unter Beweis gestellt haben», schreibt Stadler weiter.