US-Militär veröffentlicht Video ihres Gegenschlags
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Antwort auf Irans Angriff:US-Militär veröffentlicht Video ihres Gegenschlags

Iran trotzt Dauerbombardierung durch USA
«Hormus ist wichtiger als Dutzende von Atombomben»

Für Teheran ist die Strasse von Hormus wichtiger als «Dutzende Atombomben». Mit dieser Aussage legt ein hoher Vertreter des Regimes die iranische Kriegslogik offen – während die USA ihre bislang massivsten Angriffe fliegen.
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Dieser Screenshot aus einem am 11. Juli 2026 veröffentlichten Centcom-Video zeigt den Abschuss einer Rakete während der dritten US-Angriffswelle gegen den Iran.
Foto: Centcom

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA fliegen seit Tagen massive Luftangriffe auf Iran, Hunderte von Zielen
  • Iran sieht Strasse von Hormus als strategisch wichtiger als Atombomben
  • Für Teheran käme Verlust von Hormus-Kontrolle Kapitulation gleich
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Die USA fliegen inzwischen fast pausenlos Militärschläge gegen den Iran. Sowohl US-Präsident Donald Trump (80) als auch das US-Zentralkommando (Centcom) beteuern, die Strasse von Hormus sei offen für Schiffsverkehr – der Iran habe die Kontrolle über die Meerenge nie gehabt. Der Iran dagegen versucht, seinen Anspruch auf Kontrolle der Meerenge militärisch durchzusetzen.

Ein hochrangiger iranischer Militärberater hat jetzt die gesamte Logik hinter der iranischen Kriegsführung der letzten Wochen offengelegt: Mohsen Rezai (71), Militärberater des Obersten Führers und früherer Kommandant der Revolutionsgarden (IRGC), bezeichnete die Strasse von Hormus als «wichtiger als Dutzende Atombomben».

Für die iranische Führung ist die schmale Meerenge keine logistische Nebensache, sondern die zentrale strategische Waffe im Ringen mit den USA. «Dieser strategische Durchgang ist wichtiger als Dutzende von Atombomben, und die Islamische Republik Iran wird ihn schützen», zitierte die iranische Nachrichtenagentur ISNA Rezai am Sonntag.

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Drei Nächte, über 300 Ziele

Diese Aussage fällt just in dem Moment, in dem sich der Konflikt weiter zuspitzt. Centcom hat US-Angriffe massiv intensiviert. Allein am 11. Juli griffen amerikanische Streitkräfte rund 140 iranische militärische Ziele an – Raketen- und Drohnenstellungen, Marinekapazitäten, Radaranlagen und Flugabwehrsysteme. Über drei Nächte hinweg wurden mehr als 300 Ziele bombardiert, um Irans Fähigkeit zu schwächen, Handelsschiffe anzugreifen.

Erstmals reichten die Schläge auch tief ins iranische Kernland hinein, in die Provinzen Kerman, Lorestan, Markazi sowie Kohgiluyeh und Boyer Ahmad.

Das Institute for the Study of War (ISW) weist allerdings darauf hin, dass vor allem Angriffe auf küstennahe Ziele unmittelbare Auswirkungen auf Irans Fähigkeit haben, Schiffe anzugreifen. Denn bereits Einzelangriffe reichen aus, um den Schiffsverkehr faktisch lahmzulegen. Reeder und Kapitäne sind grundsätzlich risikoscheu – und die Strasse von Hormus gilt derzeit als die gefährlichste Schifffahrtspassage der Welt überhaupt.

Kontrolle oder Kapitulation

In der Nacht auf Montag begann Centcom die vierte, bislang stärkste Angriffswelle seit Mittwoch. US-Medien berichten unter Berufung auf eine Pentagonquelle, dass eine intensivere Serie von Militärschlägen auf iranische Ziele im Gange sei.

Trump äusserte sich nicht näher zur neuesten Angriffswelle. Auf Truth Social postete er zum Beginn der Angriffe kommentarlos das Bild einer Lockheed Martin F-22 Raptor, dem US-Tarnkappenjäger der 5. Generation.

Derzeit behaupten die USA und der Iran, die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Für den Iran ist die Anerkennung seiner Kontrolle über die Meerenge gleichbedeutend mit dem Kriegsausgang selbst. Zwei hochrangige iranische Quellen sagten gegenüber Reuters, ein Verzicht auf diese Kontrolle käme einer Kapitulation gleich.

Angriffe auf Golfstaaten

In der Nacht auf Montag wurden zudem weitere Golfstaaten unter Beschuss genommen. So wurden in Bahrain Sirenen ausgelöst, während das Militär in Kuwait angab, es habe mit «feindlichen Luftzielen» zu tun gehabt. Das jordanische Militär meldete, vier Raketen innerhalb seines Luftraums abgefangen zu haben. 

Die iranischen Revolutionsgarden gaben über Staatsmedien an, US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen zu haben. So sollen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna ein Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait ins Visier des Iran gefallen sein. Zunächst war nicht unabhängig zu überprüfen, ob die Vorfälle miteinander im Zusammenhang stehen. 

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