Gewinner und Verlierer der Vorrunde
Manzambi Top, zwei Yakin-Lieblinge Flop

Die Nati hat ihre Pflicht erfüllt und ist ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht geworden. Als Gruppensieger zieht sie in die K.-o.-Runde ein. Allerdings gab es in den drei bisherigen Spielen nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer.
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Viele Nati-Spieler konnten bislang überzeugen, Murat Yakin schaffte es aber nicht, alle bei Laune zu halten.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

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Gewinner

Johan Manzambi (20): Rambazambi mit Manzambi! Der Schweizer Shootingstar beweist auch auf der Weltbühne, warum er ganz grosse Fantasien weckt. Mit seiner Unberechenbarkeit, seiner Dynamik und seiner Abschlussstärke (drei Tore) ist er bisher einer der Stars dieser WM. Viele auf der Welt beneiden uns um den 20-jährigen Genfer, dem scheinbar keine Grenzen gesetzt sind. Er hat das Potenzial zum Superstar!

Der grosse Gewinner dieser Vorrunde: Johan Manzambi.
Foto: Toto Marti

Ruben Vargas (27): Der Flügelstürmer hatte aufgrund von Verletzungen keine einfache Saison in Sevilla. Und auch gegen Katar kommt er nicht zur Entfaltung, sodass Yakin gegen Bosnien-Herzegowina für einmal auf seinen Liebling in der Startelf verzichtet. Doch Vargas zeigt, dass er auch ein herausragender Joker ist. Zusammen mit Manzambi ebnet er der Nati mit zwei Toren und einem Assist den Weg in die K.-o.-Phase.

Wie Manzambi traf auch Ruben Vargas mehr als einmal.
Foto: Toto Marti

Ricardo Rodríguez (33): Noch vor dem Turnier scheint es, als könnte Murat Yakin den Linksverteidiger auf die Bank setzen. Doch der ewige Rodríguez – mit 141 Länderspielen die Nummer zwei hinter Granit Xhaka – lässt das nicht auf sich sitzen und liefert auch an dieser WM als Stammspieler ab. Kaum ist der Schweizer WM-Rekordspieler (15 Spiele, 1379 Minuten) gegen Katar nicht mehr auf dem Feld, kassiert die Nati den Ausgleich.

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Ricardo Rodríguez stand vor dem Turnier als Stammspieler auf der Kippe.
Foto: Toto Marti

Manuel Akanji (30): Schon vor zwei Jahren zeigte der Abwehrchef an der EM in Deutschland mit Ausnahme des verschossenen Penaltys gegen England ein herausragendes Turnier. Zwar hat er nach 100 Sekunden gegen Katar ein Blackout, deutet danach aber an, dass er auch in den USA und in Kanada der grosse Fels in der Brandung der Nati-Abwehr sein wird. Mit dem Potenzial, zu einem der besten Verteidiger des Turniers zu werden.

Manuel Akanji hat das Potenzial, zu einem der Top-Verteidiger des Turniers zu werden.
Foto: Toto Marti

Verlierer

Fabian Rieder (23): Eine Fussverletzung während der Vorbereitung kommt dem Mittelfeldspieler in die Quere. Findet danach aber nie richtig den Tritt. Als Einwechselspieler gegen Katar ohne grossen Einfluss, gegen Bosnien zwar in der Startaufstellung; kaum ist er vom Platz, schlagen Yakins Joker zu. Und gegen Kanada werden ihm sogar seine Ex-YB-Teamkollegen Cedric Itten und Christian Fassnacht vorgezogen. Die längere Pause könnte ihm entgegenkommen, um sich für die K.-o.-Phase wieder aufzudrängen.

Fabian Rieder sass zuletzt gegen Kanada 90 Minuten auf der Bank.
Foto: Toto Marti

Noah Okafor (26): Die Probleme von früher sind ausgeräumt. Das versicherten sowohl Murat Yakin als auch Noah Okafor in diesem Frühjahr wiederholt. Selbstredend nominierte der Nati-Coach den Flügel nach einer starken Saison mit Leeds in der Premier League für das WM-Kader. Doch warum eigentlich? Offensichtlich ist der Basler für Yakin keine Option. Nur Eray Cömert und Aurèle Amenda haben von den 23 Feldspielern ebenfalls keine Minute gespielt.

Noah Okafor spielte in der Vorrunde keine einzige Minute.
Foto: Toto Marti

Denis Zakaria (29): Sein lang gehegter Plan, den Genfer als rechten Verteidiger zu bringen, setzt Yakin im Startspiel gegen Katar um. Der Monaco-Captain macht seine Sache ordentlich, ist beim späten Gegentreffer aber mitschuldig, weil er seinem Gegenspieler viel zu viel Platz zum Flanken lässt. Seither ist Zakarias Platz dort, wo er in den letzten Jahren meistens gewesen ist – auf der Ersatzbank.

Denis Zakaria spielte nur im Auftaktspiel gegen Katar.
Foto: Toto Marti

Dan Ndoye (25): Neben Rieder ist er der zweite Yakin-Liebling, der noch nicht auf Touren gekommen ist. Keine Frage, der Nati-Aufsteiger der letzten zwei Jahre ist einer der talentiertesten Spieler des Landes. Doch an diesem Turnier ist er noch kein Faktor. Ndoye gehört zwar sowohl gegen Katar als auch gegen Bosnien zu den auffälligsten Spielern, erarbeitet sich viele Chancen, im Abschluss bleibt er aber ohne Fortüne. Will die Nati Geschichte schreiben, braucht sie einen formstarken Ndoye.

Dan Ndoye hat bislang im Abschluss kein Glück.
Foto: Toto Marti
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