Bitteres WM-Debüt
Legende Zidane leidet mit Sohn live im Stadion mit

Unglückliches WM-Debüt für Luca Zidane. Der algerische Goalie sieht bei zwei von Messis drei Toren nicht gut aus. Papa Zinédine sieht im Stadion live zu.
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Luca Zidane erlebt ein unglückliches WM-Debüt.
Foto: Getty Images
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Björn LindroosRedaktor Sport

Natürlich ist es genial, wie Lionel Messi im Alter von 38 Jahren seinen ersten WM-Hattrick erzielt und so den Torrekord von Miroslav Klose egalisiert. Doch der argentinische Superstar bekommt dabei auch ordentlich Hilfe von Algeriens Goalie Luca Zidane (28).

Zidane? Ja, der zweitälteste Sohn von Frankreichs Legende Zinédine (53) steht wirklich zwischen den Pfosten des nordafrikanischen Landes. Und er erlebt ein WM-Debüt zum Vergessen.

Zweimal unglücklich

Beim ersten Tor zieht Messi mit seinem genialen linken Fuss aus rund 20 Metern ab. Er erwischt die Kugel zwar satt, doch der Schuss kommt relativ zentral. Zidane ist noch dran, kann den Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren. Ein Goalie mit WM-Format müsste diesen Schuss wohl halten.

Und auch bei Messis zweitem Streich muss der algerische Schlussmann eine Teilschuld auf sich nehmen. Er lässt einen harmlosen Abschluss von Alexis Mac Allister nach vorn abprallen. Messi profitiert und schiebt ein. Beim dritten Treffer ist er dann machtlos.

Papa Zinédine erlebt die Patzer seines Sohnes live im Stadion mit. Gemeinsam mit seinen drei weiteren Söhnen Enzo (31), Théo (24) und Elyaz (20) sitzt er in einer VIP-Loge im Stadion von Kansas City. Seine zwei jüngeren Söhne spielen übrigens in Spanien, während Enzo seine Karriere bereits beendet hat.

Messi hat jetzt übrigens gegen drei Zidanes gewonnen. Im November 2005 schlug er mit Barcelona Zinédines Real Madrid 3:0, im August 2017 gewann er mit Barça 2:0 gegen Deportivo Alaves mit Enzo und jetzt folgt der dritte Streich gegen Goalie Luca und Algerien.

Nach Kieferbruch mit Maske

Bitter: Nach einer schweren Zeit hätte die WM für Luca Zidane jetzt das grosse Highlight werden sollen. Im April zog er sich bei einem Ligaspiel seines Klubs Granada einen Kiefer- und Kinnbruch zu. Darum trägt er gegen Argentinien eine Gesichtsmaske.

Wie sein Vater besitzt der 28-Jährige die französische und die algerische Staatsbürgerschaft. Im Gegensatz zum genialen Mittelfeldspieler entschied er sich aber dafür, das Heimatland seiner Grosseltern zu repräsentieren. Die Fifa genehmigte den Verbandswechsel im vergangenen Herbst.

Petkovic schützt Zidane

Algeriens Trainer Vladimir Petkovic (62) will seinem Goalie aber keine Schuld geben. «Es ist nicht meine Art, diesem oder jenem Spieler die Schuld zu geben. Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht, indem wir den Argentiniern freie Torschüsse ermöglicht haben», so der ehemalige Coach der Schweizer Nati.

Die Chance auf eine Reaktion bietet sich Algerien und Zidane in der Nacht vom Montag auf Dienstag. Dann treffen die Nordafrikaner um 5 Uhr Schweizer Zeit auf Jordanien.

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