Darum gehts
- Ghana und England trennen sich 1:1 bei der WM 2026
- Ghanas Trainer kritisiert VAR: «Klarer Elfmeter, doch keine Intervention»
- Ghana fast sicher im Achtelfinal, England enttäuscht trotz Bellingham-Auszeichnung
79. Minute beim Spiel zwischen Ghana und England. Prince Kwabena Adu zieht allein aufs englische Tor zu, als ihm Englands Ezri Konsa von hinten in die Beine springt. Der Ghanaer geht zu Boden, schiesst dann noch halbherzig aufs Tor.
Die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm, und auch der VAR meldet sich nicht. Ghana kann es nicht glauben. Wurden die Westafrikaner um einen klaren Elfmeter gebracht?
Meier schätzt ein
Schiri-Experte Urs Meier sagt gegenüber Blick: «Der Schiedsrichter steht viel zu weit hinten. Er kann es gar nicht sehen. Es wäre mir recht gewesen, hätte sich der VAR hier gemeldet und den Schiedsrichter rausgeholt, um sich die Bilder nochmals anzuschauen. Dann hätte er immer noch eine Entscheidung treffen können.»
Meier hätte auch damit leben können, wäre der Schiri bei seiner Entscheidung geblieben. Aber: «In solchen Szenen hat es schon Elfmeter gegeben. Wenn ein Verteidiger so hineingeht, muss er den Ball spielen, und das hat er hier nicht. Die Engländer sind mit einem blauen Auge davongekommen.»
Sarkasmus vom Trainer
Trainer Carlos Queiroz zeigt sich nach der Partie an der Pressekonferenz frustriert. «Arbeitet der VAR noch an der WM?», fragt er den Fifa-Pressesprecher zynisch. Als dieser mit Ja antwortet, sagt er: «Ich bezweifle es.» Und führt aus: «Der VAR ging Kaffee trinken. Das war ein klarer Elfmeter für Ghana.»
Es ist nicht die einzige Szene, in der Ghana mit Schiri Hector Said Martinez hadert. Nach etwas mehr als einer Stunde nimmt Jordan Pickford bei einem missglückten Ausflug Adu mit. Der Unparteiische entscheidet auf Stürmerfoul. Eine strittige Entscheidung.
«Pickford hatte Glück. Der Ball ist im Niemandsland. Weil Adu den Ball nicht berührt, ist die Entscheidung vertretbar. Wenn er den Ball vorbeispitzeln würde, wäre es ein Elfmeter», so Urs Meier.
Muss Bellingham fliegen?
Und Jude Bellingham hätte gut und gerne vom Platz fliegen können. Als er während des Spiels mit Jordan Ayew diskutiert, hält sich der Real-Superstar die Hand vor den Mund. Seit dieser WM eigentlich eine Rote Karte. Paraguays Almiron flog dafür gegen die Türkei vom Platz.
Am Ende wird Ghana dennoch zufrieden sein mit dem Remis gegen England. Der Punkt bringt die Black Stars so gut wie sicher in die K.o.-Phase.
Derweil ärgern sich die Engländer über die Leistung ihres eigenen Teams. «Sie wurden an einem frustrierenden Abend wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt», titelt «Mirror». Und «Daily Mail» schreibt: «Yawn in the USA» (dt.: Gähnen in den USA).
Demut zeigt nach dem Spiel Bellingham. Der Engländer, der die Partie nicht hätte zu Ende spielen dürfen, wird mit dem Award für den Spieler des Spiels ausgezeichnet. Doch er sagt: «Den Titel hätte ein Spieler von Ghana bekommen müssen.»
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!


