Gemischte Gefühle bei DFB-Elf
Lob für «Phänomen» Undav – doch eine Sorge hat Deutschland

Deutschlands Nationalspieler Deniz Undav fügt ein weiteres Kapitel zu seinem persönlichen WM-Märchen hinzu. Sorgenfalten bereitet der DFB-Elf hingegen die frühe Auswechslung von Nico Schlotterbeck.
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Bei den Deutschen gibts nach dem zweiten Tor von Deniz Undav kein Halten mehr.
Foto: Chris Young/The Canadian Press via AP
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Deniz Undav (29) ist Deutschlands Mann der Stunde: Am vergangenen Sonntag (14. Juni) gegen Curaçao eingewechselt und zum 7:1-Erfolg ein Tor sowie zwei Vorlagen beigesteuert. Am Samstag (20. Juni) gegen die Elfenbeinküste eingewechselt und mit einem Doppelpack Deutschland den 2:1-Sieg und die erstmalige Teilnahme an der K.-o.-Phase seit 2014 gesichert.

«Er ist ein absolutes Phänomen», lobt Per Mertesacker (41, Weltmeister von 2014) den Matchwinner in der ZDF-Runde, nachdem die drei Punkte gegen die Ivorer im Trockenen sind. «Man muss sich mal vorstellen: Vor sechs Jahren hat er noch beim SV Meppen (in der 3. Liga, Anm. der Redaktion) gespielt. Und davor beim TSV Havelse (in der Regionalliga Nord).» Jetzt verblüfft Undav im Trikot der DFB-Elf mit einer glänzenden Torquote von neun Goals in elf Länderspielen.

«Deniz ist ein wahnsinnig guter Fussballer, der sich in den richtigen Räumen bewegt», findet Trainerlegende Christian Streich (61) und fügt an: «Er ist ein kompletter Instinkt-Fussballer.» Von «zwei Weltklasseaktionen» spricht Mertesacker, als er über die beiden Undav-Treffer gegen die Elfenbeinküste redet.

DFB-Verteidiger Jonathan Tah (30) schwärmt im Matchinterview: «Deniz muss man hervorheben. Wie er wieder reingekommen ist – überragend.» Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) stellt danach selbst im Interview mit dem ZDF die offensichtliche Frage in den Raum: «Jetzt gehts los mit: Beginnt er irgendwann mal von Anfang an?» Logisch, lässt sich Nagelsmann so unmittelbar nach der zweiten WM-Partie und so weit weg vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Ecuador (Donnerstag, 22 Uhr Schweizer Zeit) diesbezüglich noch nicht in die Karten blicken: «Das ist im Bereich des Möglichen. Man kann ihn aber auch in seinem Flow lassen.»

Wie übel hats Schlotterbeck erwischt?

Auch unklar ist, wie es mit Nico Schlotterbeck (26) weitergeht. Sorgenvoll sagt Nagelsmann: «Irgendwas am Innenband hat er. Es sieht leider nicht so gut aus.» Schlotterbeck muss sich früh in der ersten Halbzeit nach einem Zweikampf mit Amad Diallo (23) behandeln lassen. Zur Pause bringt Nagelsmann dann Antonio Rüdiger (33) für den angeschlagenen Innenverteidiger.

Bei Deutschland beginnt das grosse Zittern um Nico Schlotterbeck.
Foto: IMAGO/Kirchner-Media
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