«Balogun-Rot – absolut richtig»
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Meier hat klare Meinung:«Balogun-Rot – absolut richtig»

Wohl Telefonat mit Infantino
Welche Rolle spielte Trump bei der Balogun-Begnadigung?

Vor und nach der Fifa-Begnadigung von Folarin Balogun soll Donald Trump direkten Kontakt mit Fifa-Präsident Gianni Infantino gehabt haben.
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Anfang Dezember 2025 überreichte Gianni Infantino (r.) Donald Trump einen Friedenspreis der Fifa.
Foto: TOTO MARTI
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Welche Rolle spielte Donald Trump im Fall der Fifa-Begnadigung des US-amerikanischen Torjägers Folarin Balogun? Vor und nach dem Entscheid des Weltverbandes, Rotsünder Balogun für den WM-Achtelfinal gegen Belgien (in der Nacht auf Dienstag ab 2 Uhr Schweizer Zeit) für spielberechtigt zu erklären, soll je ein Telefonat zwischen dem US-Präsidenten und Fifa-Boss Gianni Infantino stattgefunden haben. Dies berichtet die «New York Times».

Im WM-Sechzehntelfinal (das Spiel fand am Mittwoch Ortszeit in Santa Clara statt) gegen die Bosnier flog Balogun mit Rot vom Platz. Wenige Stunden nach dem Match soll Trump zum Hörer gegriffen und Infantino gebeten haben, «die Sperre zu überprüfen». Die «New York Times» nennt als Quelle vier mit dem Gespräch vertraute Personen. Bei dieser ersten Unterhaltung sprach Trump offenbar auch Schiedsrichter Raphael Claus an und verwies dabei auf entsprechende Vorwürfe, wonach Claus durch die Vergabe umstrittener Roter Karten in mögliche Spielmanipulationen in seiner Heimat Brasilien verwickelt gewesen sein soll.

«Danke Fifa, dass ihr das Richtige getan und eine grosse Ungerechtigkeit rückgängig gemacht habt», freute sich Trump am Sonntag auf seinem Social-Media-Netzwerk Truth Social, nachdem Baloguns Sperre zur Bewährung ausgesetzt worden war. Dass dies die «richtige Entscheidung» gewesen sei, soll Trump dem Bericht zufolge nach dem Fifa-Urteil Infantino persönlich nochmals am Telefon mitgeteilt haben.

Ja, Trump und Infantino. Das Duo wird am 19. Juli beim Final in East Rutherford dem Weltmeister gemeinsam den Pokal aushändigen. Das hat der Walliser während des laufenden Turniers bekanntgegeben. Übung haben sie darin bereits. Bei der Klub-WM vor einem Jahr durfte Chelsea-Spieler Reece James von Trump und Infantino die Trophäe in Empfang nehmen. Bei der WM-Gruppenauslosung im Dezember 2025 erhielt auch Trump eine Auszeichnung – und zwar überreichte ihm Infantino höchstpersönlich einen Friedenspreis der Fifa, quasi als Trost, weil Trump den Friedensnobelpreis nicht bekam. «Diese Ehrung ist kein Friedensakt. Sie ist ein Deal. Eine Gegenleistung für politische Rückendeckung», schrieb Blick-Fussballchef Tobias Wedermann damals in seinem Kommentar. Der Fall Balogun scheint nur ein weiteres Kapitel in der ohnehin engen Beziehung zwischen Trump und der Fifa-Spitze zu sein.

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