Harsche Kritik an der Seleçao
«Schlimmste Halbzeit seit dem 1:7 gegen Deutschland»

Brasilien enttäuscht beim WM-Auftakt gegen Marokko. Die brasilianische Presse spricht von der schwächsten Leistung seit dem 7:1-Debakel gegen Deutschland 2014. Eine Regeländerung soll Brasilien von einer Blamage bewahrt haben.
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Brasilien kann beim WM-Auftakt nicht überzeugen.
Foto: IMAGO/DeFodi Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Brasilien spielt 1:1 gegen Marokko beim WM-Auftakt in New Jersey
  • Kritik: «Schlechteste 45 Minuten seit dem 1:7 gegen Deutschland»
  • Neue WM-Trinkpausenregel half Brasilien, Blamage zu vermeiden
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Pascal KeuschRedaktor Sport

Im Auftaktspiel kommt Brasilien gegen Marokko nicht über ein Unentschieden hinaus. Vor allem in der Startphase wirkte der fünffache Weltmeister erschreckend schwach, lag früh zurück und hätte höher in Rückstand geraten können. Entsprechend scharf fällt die Kritik in der brasilianischen Presse aus.

Ein Kolumnist der Zeitung «O Globo» spricht von den «schlechtesten 45 Minuten seit der 1:7-Kanterniederlage gegen Deutschland». Die historische Pleite an der Heim-WM im Halbfinal gilt als grösste Demütigung der brasilianischen Fussballgeschichte und hat sich tief ins kollektive Gedächtnis des Landes eingebrannt.

Auch auf dem Portal UOL fallen die Urteile vernichtend aus. Ein Journalist spricht von einem «regelrechten Gemetzel»: «Ich hatte das Gefühl, Marokko hätte noch mehr Tore schiessen können.» Eine Kollegin stimmt dem zu und schreibt: «Brasilien sollte dieses Unentschieden feiern».

Bewahrte eine Regeländerung Brasilien vor der Pleite?

Tatsächlich hätte die Partie für die Südamerikaner noch deutlich schlimmer enden können. Die britische «Times» vertritt die These, dass eine neue WM-Regel Brasilien vor einer Blamage bewahrt habe. Erstmals werden die Spiele bei dieser Endrunde zweimal für je drei Minuten unterbrochen, damit sich die Spieler erfrischen können.

Genau eine solche Trinkpause kam den Brasilianern nach dem marokkanischen Führungstreffer gelegen. Trainer Carlo Ancelotti nutzte die Unterbrechung, um seiner Mannschaft neue Anweisungen auf den Weg zu geben. Mit Erfolg: Die Seleçao stabilisierte sich und kam wenig später durch eine starke Einzelaktion von Vinicius Junior zum Ausgleich.

Ob die Partie ohne die Trinkpause einen ähnlichen Verlauf wie das berüchtigte 1:7 genommen hätte, bleibt Spekulation. Fakt ist jedoch: Damals kassierte Brasilien innerhalb von nicht einmal 30 Minuten fünf Gegentore – und Trinkpausen gab es an der WM 2014 noch keine.

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