Potenzieller Nati-Gegner
Iran-Spieler blamiert sich mit Brillen-Jubel

Der Iran jubelt in der Nachspielzeit bereits ausgelassen über das Weiterkommen, doch dann wird Khalilzadehs 2:1 gegen Ägypten doch noch aberkannt. Jetzt beginnt das grosse iranische Zittern – und die gute Ausgangslage für die K.o.-Phase ist futsch.
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Irans Shoja Khalilzadeh jubelt gegen Ägypten ausgelassen – und zu früh.
Foto: Screenshot SRF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran jubelt verfrüht: Khalilzadehs Tor gegen Ägypten wird nach VAR-Konsultation aberkannt
  • Entscheidend: Ägyptens Goalie war drittletzter Spieler, Regel sorgt für Drama
  • Nur 8 % Risiko für Irans Ausscheiden, Duell mit der Schweiz wahrscheinlich
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Da hat sich der Iran zu früh gefreut. Shoja Khalilzadeh trifft in der Nachspielzeit zum vermeintlichen 2:1 gegen Ägypten. Der 37-jährige Verteidiger setzt zur Jubelorgie an.

Er reisst sich das Trikot vom Leib, sprintet zur Trainerbank, wo er sogleich von seinen Teamkollegen in einer Menschentraube begraben wird. Zu allem Überfluss setzt er sich auch noch eine Spass-Sonnenbrille auf und lässt sich mit ihr ablichten. 

Doch dann folgt der Schock: Nach VAR-Intervention wird das Tor auf Offside überprüft und rund zweieinhalb Minuten nach der iranischen Ekstase aberkannt. Khalilzadeh steht beim Schussversuch von Mohammad Ghorbani (25), der von Ägyptens Keeper Oufa Shobeir (26) pariert wird, eine Zehenspitze im Abseits. 

Regeldetail wird Iran zum Verhängnis

Was bei der Annullierung die entscheidende Rolle spielt: Der Torschütze steht bei der Ballabgabe zwar deutlich vor dem letzten Verteidiger, doch der ägyptische Goalie ist dabei nicht wie gewohnt der letzte, sondern nur der drittletzte Mann seines Teams. 

Die Regel besagt, dass der Angreifer bei der Ballabgabe nicht näher am gegnerischen Tor stehen darf als der zweitletzte gegnerische Spieler. Im Normalfall ist der Torwart der letzte, weshalb oft – etwas unpräzise – vom letzten Verteidiger gesprochen wird. 

Dass diese Regel oft vergessen geht, zeigt auch die Aussage von SRF-Kommentatorin Rachel Rinast (35), die ihr erstes WM-Spiel kommentiert. Noch wenige Sekunden vor der für sie überraschenden Urteilsverkündung ist sie sich sicher, dass der Treffer zählen würde: «Man sieht, dass das Abseits hinten aufgehoben wird.» 

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Der Spezialfall: Der Goalie ist nicht Ägyptens letzter Mann. Deshalb steht Khalilzadeh (unten) im Offside.
Foto: Screenshot SRF

Jetzt droht die Nati

Der Iran steckt das Millimeterpech gut weg, kommt später in der Nachspielzeit noch zu weiteren Top-Chancen. Am Ende will der Ball aber nicht ins Tor. Und so muss das Team von Trainer Amir Ghalenoei (62) weiter zittern. Trotzdem sollte es als Gruppendritter aber für die K.o.-Phase reichen. Nur wenn Kroatien gegen Ghana punktet, die DR Kongo gegen Usbekistan gewinnt und Algerien gegen Österreich unentschieden spielt, fliegt der Iran noch raus. Laut The Athletic liegt die Chance dafür nur bei acht Prozent. 

Sicher ist: Durch das bittere Unentschieden verpasst der Iran einen Sechzehntelfinal gegen Australien und müsste stattdessen gegen die stärker eingeschätzte Schweiz antreten. 

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