«War ein No-Brainer»
So erklärt der Norwegen-Trainer seine Monster-Rotation gegen Frankreich

Obwohl es noch um den Gruppensieg geht, wechselt Norwegen-Trainer Stale Solbakken seine Startelf im Vergleich zum 3:2 gegen den Senegal auf gleich zehn Positionen. Das ruft Kritik hervor – Solbakken erklärt sich schliesslich nach Schlusspfiff.
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Norwegens Superstar Erling Haaland sieht die Partie gegen Frankreich von der Bank aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Norwegen verliert 1:4 gegen Frankreich trotz Chance auf Gruppensieg
  • Trainer Solbakken schont Stars um Haaland und Ödegaard wegen Ermüdungserscheinungen
  • Medizinische Tests: Spieler belastet nach Senegal-Spiel, Trainer sieht Entscheidung als «No-Brainer»
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Für Norwegen geht es im letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich trotz fixem Platz in der K.o.-Runde noch um den Gruppensieg und die damit verbundenen Annehmlichkeiten: Selbstvertrauen, Prestige, einen einfacheren Gegner im Sechzehntelfinal – alles durchaus erstrebenswert, könnte man meinen. Trainer Stale Solbakken (58) macht da aber eine etwas andere Rechnung.

Gleich auf zehn Positionen stellt er seine Startelf im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen den Senegal um, unter anderem setzt er mit Stürmer Erling Haaland (25) und Captain Martin Ödegaard (27) die beiden grossen Stars des Teams auf die Bank. 

Dies sorgt teilweise für Kopfschütteln: «Norwegen hat die Chance auf den Gruppensieg und einfachere Gegner in der K.o.-Phase, trotzdem haben sie Angst vor dem Spiel. Das ist nicht die Mentalität, die es braucht, wenn du an der WM für dein Land spielst», wird etwa Ex-Profi Zlatan Ibrahimovic gegenüber dem US-Sender «Fox Sports» deutlich.

«Nicht zum Spass hier»

Solbakken sieht dies naturgemäss anders – und spricht nach dem Spiel gar von einem «No-Brainer». Dabei verweist er auf medizinische Tests, die nach der Senegal-Partie durchgeführt worden sind. Die Erkenntnis: Einige Spieler wiesen Ermüdungserscheinungen auf und müssten geschont werden. «Wir sind nicht nur zum Spass hier. Wir wollen so lange hier bleiben wie möglich, deshalb war es eine klare Sache», erklärt Solbakken nach der 1:4-Niederlage gegen Frankreich.

Klar hätten die Fans wohl lieber Spieler wie Haaland und Ödegaard spielen sehen – aber deswegen die Aufstellung anpassen? «Wir haben für diesen Entscheid keine Zeit verschwendet», betont Solbakken. Immerhin steige so die Chance, dass die norwegischen Anhänger noch viele WM-Spiele ihrer Lieblinge mitverfolgen können.

Und einfacher sind die Gegner als Gruppenerster auch nicht unbedingt: Sollte Gruppensieger Frankreich den Sechzehntelfinal gegen Schweden überstehen, könnte mit Deutschland schon ein Hochkaräter warten. Norwegen droht bei einem Sieg gegen die Elfenbeinküste im Achtelfinal ein Duell mit Brasilien – fraglich also, wer von den beiden Teams den leichteren Weg erwischt hat.

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