Darum gehts
- Ein ganzer Kontinent ist von der WM verschwunden
- Das sagt der Japan-Trainer zum Out gegen Brasilien
- Japan verabschiedet sich mit erhobenem Haupt
Am Schluss bleibt die Ehrenaktion. Der japanische Trainer Hajime Moriyasu (57) verneigt sich nach dem dramatischen 1:2 im WM-Sechzehntelfinal gegen Brasilien vor den Fans in Houston. «Ich bedauere zutiefst, dass wir ihnen diesen Sieg nicht schenken konnten. Als Trainer fühle ich mich dafür verantwortlich und möchte mich bei allen entschuldigen», sagte er im Interview.
Mit Japan hat sich ein ganzer Kontinent von der WM verabschiedet. Acht asiatische Teams durften an die WM – kurz nach Start der K.o.-Phase sind nun alle schon draussen. Südkorea, Saudi-Arabien, der Iran, der Irak, Usbekistan, Jordanien, Katar sind bereits in der Gruppenphase hängengeblieben – teilweise chancenlos.
Passstatistik spricht klare Sprache
Mit Australien gibts immerhin einen neunten Vertreter der Asien-Konföderation, der noch dabei ist, und zwar im Sechzehntelfinal am Freitag gegen Ägypten. Doch die Aussies gehören vielmehr aufgrund der fussballerischen Wettbewerbsfähigkeit zum asiatischen Verband (seit 2006), nicht weil sie sich geografisch zum Kontinent zählen würden.
Bitter für Japan: Der stärksten asiatischen Nation wurde an dieser WM viel zugetraut. Alle Zutaten waren da, um das erste Mal in der Geschichte ein K.o.-Spiel zu überstehen – und einiges mehr. Doch 333:706 Pässe gegen Brasilien und 5:19 Torschüsse reichen nicht für den Coup.
Während sich Südkorea nach dem frühen WM-Out selber zerlegt, verabschieden sich die Japaner erhobenen Hauptes. Sie schnupperten nach dem Führungstor von Mainz-Star Kaishu Sano (25) am Coup gegen Rekordweltmeister Brasilien. Dann in der 95. Minute knallte die Achtelfinal-Tür brutal zu – für einen ganzen Kontinent.
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